{"id":564,"date":"2019-07-10T08:23:09","date_gmt":"2019-07-10T06:23:09","guid":{"rendered":"https:\/\/ontour.blk-online.de\/?p=564"},"modified":"2019-07-11T11:40:09","modified_gmt":"2019-07-11T09:40:09","slug":"das-phaenomen-begpacking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ontour.blk-online.de\/?p=564","title":{"rendered":"Das Ph\u00e4nomen \u201eBegpacking\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Seit Tagen wird mal wieder ein Schwein durch die deutsche und internationale Presse gejagt. Obwohl es andere Probleme auf der Welt gibt, die meiner Meinung relevanter sind, wurde das Thema aufgenommen um die nachrichtenschwache Sommer-Tagespresse mit Inhalt zu f\u00fcllen. Naja ich versuche mal meine Meinung dazu zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Vorher sollten wir einmal ein paar Fakten abkl\u00e4ren.<\/p>\n<ol>\n<li>\u201eBegpacking\u201c setzt sich aus \u201eBeg\u201c &#8211; engl. f\u00fcr betteln und \u201ePacking\u201c &#8211; als Anlehnung auf die Art des Reisen des Backpacking zusammen. Es wird also eine typische Reisegruppe angesprochen.<\/li>\n<li>In den typischen Ziell\u00e4nder (Asien, Neuseeland\/Australien) werden vermehrt Backpacker an den Promenaden\/Stra\u00dfen gesichtet, die die einheimische Bev\u00f6lkerung anbetteln. Sie fragen hier nach Geld f\u00fcr die Weiterreise in andere Urlaubl\u00e4nder um nicht nach Hause fliegen zu m\u00fcssen.<\/li>\n<li>In den asiatischen L\u00e4ndern liegt das Einkommen weit unterhalb der Armutsgrenze und viele Menschen k\u00e4mpfen jeden Tag ums \u00fcberleben.<\/li>\n<li>Hauptaltersdurchschnitt der Backpacker liegt im Bereich zwischen 18-27 Jahren. Man trifft auch \u00e4lter Backpacker aber diese stellen eher eine Minderheit da (ich bin mit meinen 33 Jahren schon ein alter Sack). &nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach meiner Meinung sollte jeder junge Mensch einmal mit den Rucksack auf dem R\u00fccken sich die Welt f\u00fcr mehrere Monate anschauen. Hier ergeben sich neben der Aussicht auf Strand und Party auch kulturelle Erlebnisse und es ist m\u00f6glich eine weiter Fremdsprache zu erlernen bzw. das festigen der englischen Sprache. Diese Erlebnisse pr\u00e4gen den jungen Menschen und sorgen sp\u00e4ter daf\u00fcr, dass man die Welt aus einer anderen Sicht sieht. Die Probleme der Menschheit werden bei den Reisen vermehrt deutlich und man f\u00fchlt sich dann auch daf\u00fcr mit \u201everantwortlich\u201c. Diese Effekte treffen nat\u00fcrlich nicht auf jeden zu.<\/p>\n<p>Jede Reise hat aber ein Anfang und ein Ende. Das Ende sollte man selbst planen oder sind durch Grenzfaktoren festgelegt (Studien- bzw. Ausbildungsbeginn, Auslaufen des Visums oder das Geld geht aus usw.). Ich bin damals mit mehr Geld aus Australien nach DT zur\u00fcck gekehrt und hab das Geld als Polster in DT genutzt. Des Weiteren konnte ich das Geld f\u00fcr eine weitere Australienreise nutzen und schw\u00e4rme heute noch von diesen Land.<\/p>\n<p>Kommen wir zu den Ph\u00e4nomen \u201eBegpacking\u201c &#8211; ich kann verstehen, dass das Reisen in faszinierende L\u00e4nder begeistert und der damit verbundene Lebensstil, weit weg von dt. Studien- bzw. Arbeitsleben, eine M\u00f6glichkeit ist dem t\u00e4gl. Leben in DT mit Entscheidungen, Verantwortungen und t\u00e4gl. Routine zu entfliehen. Aber das Reisen kostet Geld (auch wenn man mit niedrigen Budget unterwegs ist) und verschiedene L\u00e4nder erm\u00f6glichen es den Backpackern das Reisen mit Arbeiten zu verbinden. Neben den Work-Travel-Visum haben sich andere M\u00f6glichkeiten z.B. als \u201cDigitaler-Normade\u201c sein Geld zu verdienen integriert. Der Verkauf von \u201eFree Hugs\u201c oder Postkarten bzw. Selbstgebastelten sehe ich nicht als Grundlage f\u00fcr die Finanzierung von Reisen.<\/p>\n<p>Daher stimme ich den vielen Aussagen und Empfehlungen zu:<\/p>\n<blockquote><p>Macht euch nach Hause! Jede Reise hat ein Ende.<\/p><\/blockquote>\n<p>Man sollte auch das Reisen als Privileg sehen. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Menschheit hat diese M\u00f6glichkeit nicht und hat noch nie andere L\u00e4nder gesehen. Ich treffe hier immer wieder Menschen die jeden Tag arbeiten m\u00fcssen &#8211; jeden Tag! Es gibt kein Urlaub oder Wochenende. Ein Kellner in einem Restaurant erz\u00e4hlte mir (ich hatte ihn gefragt warum ich ihn sowohl am Morgen als auch am sp\u00e4ten Abend immer wieder antreffe), dass er hier von 6 &#8211; 22\/23 Uhr arbeitet und er immer hier ist. Ihm geh\u00f6rte das Restaurant nicht, aber aufgrund der gro\u00dfen Konkurrenz und den aufgerufenen Preisen (mittleres Preisniveau &#8211; ca. 5\u20ac f\u00fcr ein Essen incl. Getr\u00e4nk) reichen die Ertr\u00e4ge gerade mal f\u00fcrs \u00fcberleben. Reich wird man da nicht und er ist froh seine Familie zu ern\u00e4hren. Soviel dazu &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Tagen wird mal wieder ein Schwein durch die deutsche und internationale Presse gejagt. Obwohl es andere Probleme auf der Welt gibt, die meiner Meinung relevanter sind, wurde das Thema aufgenommen um die nachrichtenschwache Sommer-Tagespresse mit Inhalt zu f\u00fcllen. 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