{"id":795,"date":"2019-10-26T05:20:50","date_gmt":"2019-10-26T03:20:50","guid":{"rendered":"https:\/\/ontour.blk-online.de\/?p=795"},"modified":"2019-10-26T07:05:12","modified_gmt":"2019-10-26T05:05:12","slug":"der-taegliche-ueberlebenskampf-eines-backpackers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ontour.blk-online.de\/?p=795","title":{"rendered":"Der t\u00e4gliche \u00dcberlebenskampf eines Backpackers"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Das Leben eines Backpackers hat ja positive und negative Gesichtspunkte. Neben den sch\u00f6nen Momenten, wenn man an den Twin Towers in Kuala Lumpur steht oder wenn man an den vielen Str\u00e4nden von Koh Samui sitzt, gibt es auch die Momenten an den es nicht so sch\u00f6n ist.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Marco ist ja seit neuesten ein Backpacker und ich war gespannt, wann er die \u201edunkle Seite\u201c erlebt. Hierf\u00fcr musste ich bis Chenang warten. Chenang ist ein kleines \u00d6rtchen auf Langkawie. Wir hatten uns ein Doppelzimmer genommen und das Zimmer war f\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse eher mit einem oder gar keinen Stern ausgezeichnet. Die Toilette war nicht dicht und so roch es nach Urin im Bad. Grunds\u00e4tzlich war das Bad mehr kaputt als heile. Der Abfluss funktionierte nicht richtig und so war eine Nutzung des Waschbeckens eher unm\u00f6glich. Auch verirrte sich ab und an ein Insekt in das Zimmer. Marco ging dann auf Jagd (das Zimmer war ca. 2,5m hoch und Marco mit seinen 1,70m hatte da schwere Karten).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Motel bot kein Fr\u00fchst\u00fcck an und so gingen wir fr\u00fch auf Nahrungssuche. Leider ist die Gegend zu dieser Saisonzeit \u201etot\u201c und fast alles L\u00e4den waren geschlossen. Wir fanden nach geraumer Zeit etwas und mussten f\u00fcr ein eher schlechtes Fr\u00fchst\u00fcck eine Stunde warten und bezahlten f\u00fcr malaysische Verh\u00e4ltnisse einen gro\u00dfz\u00fcgigen Preis von ca. 50 RM (ca. 10\u20ac &#8211; Vergleich ein warmes Essen bekommt man hier f\u00fcr ca. 7 RM ca. 1,50\u20ac).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir dachten somit nicht \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung der Unterkunft nach und checkten nach 2 N\u00e4chten wieder aus. Auf Marco wartete eine \u00dcberraschung in der n\u00e4chsten Unterkunft. Diese Unterkunft war preislich f\u00fcr ein Apfel und Ei zu haben. Alleine der Weg dorthin war ein Abenteuer. Der Taxifahrer kannte die Unterkunft nicht und so stiegen wir lt. Google \u201ein der N\u00e4he\u201c aus und begaben uns auf die Suche. Die Lokals kannten die Unterkunft auch nicht und ein alter Holl\u00e4nder meinte dann zu mir<\/p>\n<blockquote><p>Hier machen st\u00e4ndig neue Unterk\u00fcnfte auf bzw. schlie\u00dfen wieder oder nennen sich einfach um.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Als ich dann die Stra\u00dfe entlang gelaufen bin (Marco passte auf die Taschen auf. Zu zweit unterwegs zu sein hat wirklich viele Vorteile), habe ich dann auch ein Schild mit dem Namen des Hostel gefunden. So machten wir uns dann gemeinsam auf dem Weg. Kurz vor dem Eingang kam uns eine Backpackerin entgegen und ich fragte sie wie sie die Unterkunft empfand. Sie meinte die Dorms sind ok &#8211; Wir checkten also ein!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus meiner Sicht ist das Hostel sehr sozial. Wir wurden direkt von Engl\u00e4ndern und Deutschen angesprochen. Auch wurde uns noch ein Fr\u00fchst\u00fcck angeboten (wir wollten uns im Motel nicht noch einmal auf die Suche machen und hatten somit noch nichts gegessen). Danach h\u00f6ren aber die guten Nachrichten auf. Marco verabschiedete sich kurz und war auf den Weg zur Toilette. Als er wiederkam, war seine Stimmung auf den Tiefpunkt und er fing an<\/p>\n<blockquote><p>Die Toiletten bzw. Duschen sind ein Witz. Alles war nass und unhygienisch. Er geht hier nicht mehr auf Toilette.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Zimmer angekommen, meinte eine Engl\u00e4nderin zu uns, dass die Stufen zum oberen Bett kaputt sind und er daher \u201eanders\u201c hochklettern m\u00fcsste. Bei dem Versuch das Bett zu erklimmen, kam ihm das Bett entgegen (es war nicht an der Wand fixiert). Irgendwie hatten es Marco dann geschafft und er stellte fest, dass das Bett bei jeder Bewegung so laut quietschte das es un\u00fcberh\u00f6rbar war. Ich von meiner Seite probierte es erst gar nicht. Mich erreichten die selben Probleme am Abend und wir beide sorgten f\u00fcr die Unterhaltung der Engl\u00e4nder im 8-Bett-Dorm.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jetzt kann man sich fragen, warum Marco und ich uns sowas antun und nicht in einen der vielen Ressorts uns einrichten. Grunds\u00e4tzlich kann man das machen, aber die Abenteuer und Erkenntnisse bleiben aus. Nebenbei wollten wir eigentlich mit ca. 30\u20ac\/Tag auskommen. Tats\u00e4chlich komme ich auf ca. 40-50\u20ac\/Tag. Hintergrund liegt einfach daran, dass ich die letzten paar Tage versuche das Leben zu genie\u00dfen und nicht zwangsl\u00e4ufig aufs Geld schaue. Aber ich will mein Geld auch nicht sinnlos rausschmei\u00dfen. Die Erfahrung zeigt aber ,dass man zu zweit mehr unternimmt und somit auch mehr Geld ausgibt. Anyway wir wollten die Kosten reduzieren und man kann hier gute Unterk\u00fcnfte zu je 10\u20ac\/Nacht bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich hatte mir in der Zeit, wo Marco auf der Toilette war, einen Tee geholt und dachte \u00fcber das weitere Vorgehen nach. Marco kam zur\u00fcck und der Entschluss die Unterkunft am n\u00e4chsten Tag zu verlassen war gefasst. Jetzt kommt dann der Teil, wo man Booking nach Unterk\u00fcnften durchsucht und versucht unter den Haufen von Unterk\u00fcnften die eine oder andere zu finden, die mit dem Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltniss und unseren Budget \u00fcbereinstimmt. Nach ca. 30 Minuten hatte ich ein Resort gefunden das 15\u20ac\/Nacht inclusive Fr\u00fchst\u00fcck kosten sollte. Mit dem Argument des vorhandenen Pools versuchte ich Marco zu \u00fcberreden. Gro\u00dfartiges Argumentieren war nicht notwendig gewesen.&nbsp;Marco w\u00e4re wohl zu diesem Zeitpunkt mit allem einverstanden gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die n\u00e4chste Unterkunft war der Hammer und wir konnten die negativen Kommentare auf Booking nicht nachvollziehen. Hier wurde bem\u00e4ngelt, dass Dusche und Toilette \u201eeins\u201c sind (ist fast \u00fcberall in Asien der Fall) oder der Pool w\u00e4re zu \u201eklein\u201c (Ansichtssache! Es ist kein Mega-Resort, sondern mit max.10 Poolpl\u00e4tzen eher \u00fcbersichtlich). Da nur ca.4 G\u00e4ste anwesend waren (gesch\u00e4tzt, wir haben au\u00dfer ein russisches P\u00e4rchen kaum jemand gesehen), hatten wir die kleine Anlage f\u00fcr uns alleine.&nbsp;<\/p>\n<p>Das Leben eines Backpacker h\u00e4ngt an vielen seidenen F\u00e4den und ein kleiner Punkt (nasses Toilettenpapier) kann einen ganzen Tag ruinieren. Am Ende genie\u00dfe ich die Kleinigkeiten im Leben und sch\u00e4tze diese. Hierf\u00fcr gebe ich euch mal ein kleines Beispiel. Als die Zeit in Koh Samui zu Ende ging, breite ich meinen Rucksackinhalt auf meinen Bett aus. Plan war diesen Inhalt \u201eeffizienter\u201c zu packen. Als ich meine Jacke in der Hand hatte (hab mich gewundert, dass ich meine dickere Jacke mitgenommen hatte), habe ich die Taschen auf Inhalt \u00fcberpr\u00fcft. Neben einen halb aufgel\u00f6sten Bonbon (der hat wohl die warme Zeit nicht \u00fcberstanden), habe ich eine Packung Taschent\u00fccher gefunden und ich hab mich gefreut als w\u00e4re diese Gold wert.&nbsp;Die letzten richtigen Taschent\u00fccher hatte ich vor 4 Monaten in der Hand gehalten und seitdem musste Toilettenpapier herhalten. Rei\u00dffest war das aber nicht wirklich. Nach den Schnauben die H\u00e4lfte des Nasseninhalts in der Hand zu halten ist f\u00fcr mich kein nennenswertes Erlebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben eines Backpackers hat ja positive und negative Gesichtspunkte. 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