{"id":828,"date":"2019-11-05T12:50:25","date_gmt":"2019-11-05T11:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/ontour.blk-online.de\/?p=828"},"modified":"2019-11-05T14:56:20","modified_gmt":"2019-11-05T13:56:20","slug":"gastbeitrag-teil-3-was-man-halt-so-macht-mit-affen-um-seine-tasche-kaempfen-oder-von-der-sonne-gebraten-zu-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ontour.blk-online.de\/?p=828","title":{"rendered":"Gastbeitrag Teil 3: Was man halt so macht! Mit Affen um seine Tasche k\u00e4mpfen oder von der Sonne gebraten zu werden"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Ausfl\u00fcge und Aktivit\u00e4ten bestanden zum gr\u00f6\u00dften Teil damit das Land, die Leute und die Kultur n\u00e4her zu betrachten. Wir waren also des \u00f6fteren in riesigen Tempelanlagen wie beispielsweise dem Kek Lok Si Tempel &#8211; eine chinesisch-buddhistische Kultst\u00e4tte. Er ist einer der gr\u00f6\u00dften Tempel in ganz S\u00fcdostasien und gilt als gr\u00f6\u00dfter buddhistischer Tempel in Malaysia.<\/p>\n<p>Haben beim Streetfoodessen die Leute verschiedenster L\u00e4nder und Religionen beobachtet. Hier bestand die Kunst daraus, dass sch\u00e4rfste Essen zu vermeiden. Meistens gab es hier kein Men\u00fc sondern der \u201eKellner\u201c erz\u00e4hlte uns am Tisch was er so alles im Angebot hatte. So verlief die Bestellung des Essen meistens so ab, dass man den lieben Herrn folgte und auf essbares zeigte. Hierbei war es notwendig zu fragen &#8211; \u201eSpicy?\u201c und wenn man meinte, dass zu mindestens das Aussehen des Essen als essbares zu identifizieren, nickte man. Ralle war wie immer eher konservativ und ich probierte ab und an etwas neues. Auch waren die Gerichte \u00fcberwiegend kalt und das einzigste was hei\u00df war, war der Reis. Bei gef\u00fchlten 40 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit war das aber Nebensache. &nbsp;<\/p>\n<p>Sind mit dem Rad quer durch Langkawi gefahren (inkl. Verfahren, weil wir es beide nicht so genau mit Orientierung haben) oder wir sind kilometerweit am Strand entlang gelaufen, inkl. Sonnenbrand der sich bis zum Tag unserer Abreise immer noch gesch\u00e4lt hat.&nbsp;Mehr zu den einzelnen Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnt ihr ja in Ralle\u2019s n\u00e4chsten Beitr\u00e4gen lesen.<\/p>\n<p>Auf einen Ausflug m\u00f6chte ich aber mal kurz eingehen.&nbsp;Es war ein ganz normaler Tag und der dritte Anlauf den \u201eSeven Wells Waterfall\u201c auf Langkawi zu erklimmen. Wir haben uns Fahrr\u00e4der ausgeliehen, was auf der Insel gar nicht so einfach war, und los gings.&nbsp;<\/p>\n<p>Als wir gut 70% vom Weg hinter uns hatten, begann es nat\u00fcrlich wieder zu regnen an. Erst sind wir noch gefahren, da es aber immer mehr und mehr und mehr wurde haben wir uns daf\u00fcr entschieden erstmal stehen zu bleiben, da man eh nichtmehr viel sehen konnte. Da standen wir also nun, mitten im Wald auf einer schr\u00e4gen Stra\u00dfe und es sch\u00fcttete wie aus Eimern. Die B\u00e4ume gaben uns nur begrenzten Schutz und die Rinne die hinter uns war, wurde immer mehr zum rei\u00dfenden Bach, ohne Schei\u00df. Mittlerweile hatten wir schon unsere Shirts ausgezogen um \u00fcberhaupt noch sp\u00e4ter etwas trockenes zu haben. Als unsere Finger durch den Regen schon so aussahen als ob wir ne Stunde im Pool gelegen h\u00e4tten, haben wir uns daf\u00fcr entschieden einfach weiter Bergauf zu laufen. Irgendwann sind wir auch tats\u00e4chlich angekommen, komplett durchn\u00e4sst &#8211; aber wir waren am Ziel.&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem wir erstmal was gegessen hatten und der Regen aufgeh\u00f6rt hatte, haben wir uns auf den Weg nach oben gemacht. Klingt leichter gesagt als getan. Der Aufstieg ist f\u00fcr Kinder und \u00e4ltere Menschen nicht geeignet, aber soviel vorn weg &#8211; Ralle ist auch mit hoch gekommen.&nbsp;<\/p>\n<p>Bis zum Telega Tujuh Waterfall waren es ca. 640 Stufen und bis zum Air Terjun Waterfall (der etwas weiter unten war) musste man nochmal 90 Stufen auf sich nehmen. Man muss ja den ganzen Spa\u00df auch wieder zur\u00fcck laufen. Wir sind als erstes ganz nach oben und die Aussicht war jede Stufe wert. Ein Wahnsinn. Selten sowas beeindruckendes gesehen. Als wir oben waren, waren wir auch fast die einzigen dort. Man konnte es also komplett auf sich wirken lassen und genie\u00dfen.&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind auch etwas mutig gewesen und haben uns zu einem &#8218;Pool&#8216; aus nat\u00fcrlichem Stein rangetraut und die Beine ins kalte Wasser gesteckt. Ralle war klug und hat seine Tasche vorher ein paar Meter neben uns abgestellt, das wenn man reinf\u00e4llt nicht direkt alles nass ist. Ich als Neuling hab dann einfach das selbe gemacht.&nbsp;<\/p>\n<p>Nach kurzer Zeit hat uns eine Japanerin drauf aufmerksam gemacht, dass ein Affe unsere Sachen durchw\u00fchlt &#8211; man muss sich das mal vorstellen. Ein Affe macht meine Tasche mit einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit auf und kramt herum. Ich meine in Deutschland gibt es auch genug Affen die sowas machen, aber hier war es ein richtiger Affe. Ich habe es erst realisiert als Ralle aufgesprungen ist und mit einer m\u00e4nnlichen Stimme, die ich so nicht von ihm kannte, den Affen angebr\u00fcllt hat.&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind dann beide zu unseren Taschen gerannt, naja das Problem war aber das der Affe wohl was dagegen hatte uns unsere Tasche wieder zu geben. Der Fauchte uns einfach an und hat seine Z\u00e4hne gezeigt. Wir haben uns beide versucht gr\u00f6\u00dfer zu machen (was bei meiner K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe von 1.70m wahrscheinlich lustig aussah) aber das hat nicht so ganz geholfen. Naja Ralle hat dann weiter gebr\u00fcllt und ich habe versucht unsere Taschen wegzuziehen, wenn der Affe sich etwas von uns entfernt hatte, was allerdings nie weiter als 1-2 Meter waren. Das hat genau so lange geklappt bis ich kurz vor unseren Taschen war, weil der Affe dann Speed genommen hat und auf mich zugerannt kam &#8211; nat\u00fcrlich wieder Z\u00e4hne fletschend und fauchend. Ich habe ihn vor meinem geistigen Auge schon auf mich zuspringen gesehen und wie ich um meine Tasche k\u00e4mpfen m\u00fcsste. Hierbei h\u00e4tte er wahrscheinlich meine Oberk\u00f6rper total zerkratzt. Ich war Oberk\u00f6rper frei und h\u00e4tte diese Kratzspuren niemals zuhause erkl\u00e4ren k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n<p>Irgendwann hat es dann aber auch mal tats\u00e4chlich geklappt und wir hatten unsere kompletten Sachen wieder, puhh.. Der Arschlochaffe h\u00e4tte ja auch die Taschen mit in die B\u00e4ume nehmen k\u00f6nnen um in Ruhe zu schauen. Dann w\u00e4re meine Brille, Geld, Zimmerkarten und die Schl\u00fcssel f\u00fcr das Fahrradschlo\u00df weggewesen, na das w\u00e4re ein Spa\u00df geworden.&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem Schreck sind wir dann auch von dem oberen Wasserfall auf den tiefergelegenen Wasserfall gewechselt.<\/p>\n<p>Auch dort war wieder eine beeindruckende Kulisse zu sehen und als wir durch Wasser und \u00fcber Steine auf eine felsige &#8218;Liegefl\u00e4che&#8216; geklettert sind, haben wir unsere Taschen fest bei uns gelassen und drauf gewartet wann denn die Affen das Zeug der anderen Besucher in Beschlag nehmen. Es kam nat\u00fcrlich kein Affe und wir waren wahrscheinlich die einzigen an dem Tag mit dem kuriousen Zusammentreffen.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg verlief dann eigentlich recht unspektakul\u00e4r ab. Wenn man bedenkt, dass wir es lieben uns zu verlaufen bzw. zu verfahren. Nach ca. 45 min hatte mich Ralle gefragt, ob wir eigentlich noch richtig sind, weil wir gerade an einer Krokodilfarm vorbei gefahren waren. Ich habe ihm gesagt, dass wir richtig sind weil ich ein Stra\u00dfenschild wieder erkannt habe. Naja, der Sack traut mir halt nicht und hat Google gefragt. Google hatte mal wieder eine andere Meinung als ich. Wir sind 5 &#8211; 8km in die falsch Richtung gefahren und die Krokodilfarm ist genau auf der anderen Seite der Insel, also nicht mal ann\u00e4hernd in Hoteln\u00e4he. Irgendwann sind wir dann tats\u00e4chlich wieder an der Unterkunft angekommen. Ohne gro\u00dfe Verletzungen und mit allen Sachen mit denen wir auch gestartet sind.&nbsp;Was f\u00fcr ein Tag. Am n\u00e4chsten Tag war chillen am Strand angesagt.<\/p>\n<p>Dieser Ausflug wird mir wohl noch lange im Ged\u00e4chtnis bleiben.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Ausfl\u00fcge und Aktivit\u00e4ten bestanden zum gr\u00f6\u00dften Teil damit das Land, die Leute und die Kultur n\u00e4her zu betrachten. Wir waren also des \u00f6fteren in riesigen Tempelanlagen wie beispielsweise dem Kek Lok Si Tempel &#8211; eine chinesisch-buddhistische Kultst\u00e4tte. 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